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  • Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2018 für Aleida und Jan Assmann

    Der Stiftungsrat des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels hat die deutsche Literatur- und Kulturwissenschaftlerin Aleida Assmann und den deutschen Ägyptologen und Kulturwissenschaftler Jan Assmann zu den diesjährigen Trägern des Friedenspreises gewählt. Das gab Heinrich Riethmüller, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, bei der Eröffnung der Buchtage Berlin 2018 bekannt. Die Verleihung findet zum Abschluss der Frankfurter Buchmesse am Sonntag, 14. Oktober 2018, in der Paulskirche in Frankfurt am Main statt und wird live im Fernsehen übertragen. Der Friedenspreis wird seit 1950 vergeben und ist mit 25.000 Euro dotiert.

    In der Begründung des Stiftungsrats heißt es: »Den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verleiht der Börsenverein im Jahr 2018 an Aleida und Jan Assmann und ehrt damit ein Forscherpaar, das sich in seiner Arbeit seit Jahrzehnten wechselseitig inspiriert und ergänzt. Die Literatur- und Kulturwissenschaftlerin Aleida Assmann greift mit ihren wissenschaftlich fundierten Studien engagiert die immer wieder neu virulenten Themen von Geschichtsvergessenheit und Erinnerungskultur auf. Angesichts einer wachsenden politischen Instrumentalisierung der jüngeren deutschen Geschichte leistet sie in hohem Maße Aufklärung zu Fragen eines kulturellen Gedächtnisses einer Nation. Ihr Werk weist darauf hin, dass ein offener und ehrlicher Umgang mit der Vergangenheit grundlegende Bedingung für ein friedliches Miteinander ist. Der Ägyptologe und Kulturwissenschaftler Jan Assmann hat durch sein umfangreiches wissenschaftliches Werk internationale Debatten um Grundfragen zu den kulturellen und religiösen Konflikten unserer Zeit angestoßen. Mit seinen Schriften zum Zusammenhang von Religion und Gewalt sowie zur Genese von Intoleranz und absolutem Wahrheitsanspruch leistet er einen unverzichtbaren Beitrag zum Verständnis der Friedensbereitschaft und Friedensfähigkeit der Religionen in der Weltgesellschaft von heute. Aus dieser spannungsvollen, komplementären Einheit, die Aleida und Jan Assmann bilden, ist ein zweistimmiges Werk entstanden, das für die zeitgenössischen Debatten und im Besonderen für ein friedliches Zusammenleben auf der Welt von großer Bedeutung ist.«

    Aleida Assmann, geboren am 22. März 1947 in Bethel bei Bielefeld, beschäftigte sich in ihrem wissenschaftlichen Arbeiten neben der Anglistik und Archäologie seit den 1990er Jahren vornehmlich mit der Thematik des kulturellen Gedächtnisses, der Erinnerung und des Vergessens. 1993 folgte sie dem Ruf an den Lehrstuhl für Anglistik und allgemeine Literaturwissenschaft an der Universität Konstanz und nahm in den folgenden Jahrzenten zahlreiche Gastprofessuren weltweit wahr.

    In ihrem 2006 erschienenen Buch Der lange Schatten der Vergangenheit. Erinnerungskultur und Geschichtspolitik untersucht sie die Spannungen zwischen persönlicher Erfahrung und offiziellem Gedenken, gibt Ratschläge für eine angemessene Erinnerungskultur und plädiert dafür, dem Gedächtnis einen ›gemeinsamen Erinnerungsraum‹ zu geben, der sich auch in einem Gedenktag wiederfinden sollte. In ihrem jüngsten, 2017 erschienenen Buch Menschenrechte und Menschenpflichten plädiert sie angesichts der aktuellen Flüchtlingsdebatte für einen neuen Gesellschaftsvertrag, für den die Menschenrechte, Werte wie Empathie und Solidarität sowie ein Kanon von Regeln für ein faires und respektvolles Zusammenleben von Einheimischen und Zugewanderten maßgeblich sind.

    Ihr Ehemann Jan Assmann, geboren am 7. Juli 1938 in Langelsheim (Harz), leistete wissenschaftliche Grundlagenarbeit bei der Erschließung, Edition und Interpretation von Quellen zur ägyptischen Religion. Dabei verlegt er sich früh auf interdisziplinäre Ansätze, indem er philologische Deutungen von Texten in den Zusammenhang mit archäologischen Befunden stellt sowie den kulturellen und sozioökonomischen Hintergrund berücksichtigt. Über die Analyse des Totenkults setzt Jan Assmann sich zudem mit der Frage auseinander, welches Selbstverständnis eine Kultur späteren Generationen von sich vermitteln will.

    Mit seinen ägyptologischen und kulturwissenschaftlichen Arbeiten revidiert Jan Assmann das biblische Bild des Alten Ägyptens von einer versklavten Gesellschaft unter pharaonischer Willkür und porträtiert stattdessen eine Zivilisation, die von Ordnungs- und Gerechtigkeitsvorstellungen geleitet ist. Einem erweiterten Kreis wird Jan Assmann über seine Arbeiten zur Entstehung des Monotheismus bekannt, dessen Anfänge er in dem Auszug der Israeliten aus Ägypten sieht. In dem 2016 erschienenen Buch Totale Religion. Ursprünge und Formen puritanischer Verschärfung schlägt Jan Assmann schließlich einen Bogen zur aktuellen Diskussion über das Gewaltpotential monotheistisch geprägter Gesellschaften.

    Zusammen mit seiner Frau Aleida gründet Jan Assmann 1978 den Arbeitskreis Archäologie der literarischen Kommunikation, in dem beide Vertreter verschiedener Disziplinen und Kultur-Fächer in einen Dialog bringen. Im Rahmen ihrer Arbeit formulieren Aleida und Jan Assmann das Konzept des kulturellen Gedächtnisses, das sie als offiziell institutionalisierte, konstruierte Form kollektiven Erinnerns vorstellen und von den rein subjektiven individuellen Erinnerungen abgrenzen. Sie greifen auch Themen der aktuellen Gegenwart auf wie zum Beispiel die Frage der individuellen und kollektiven Erinnerung an die Shoah, und machen es sich zur Aufgabe, auch die Erforschung von Literatur in diesen weiten kulturwissenschaftlichen Rahmen zu stellen.

    Aleida und Jan Assmann erhielten zahlreiche Auszeichnungen, für ihr gemeinsames Schaffen unter anderem den Balzan-Preis 2017 und den Karl-Jaspers-Preis 2017. Aleida Assmann wurde mit dem A.H.-Heineken-Preis für Geschichte (2014), dem Max-Planck-Forschungspreis: Geschichte und Gedächtnis (2009) und weiteren Ehrungen ausgezeichnet. Jan Assmann wurde für sein Schaffen unter anderem mit dem Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa (2016) und dem Thomas-Mann-Preis (2011) geehrt. Er erhielt 2006 das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse. Aleida und Jan Assmann leben in Konstanz. Das Ehepaar hat fünf KinderFriedenspreis des Deutschen Buchhandels 2018 für Aleida und Jan Assmann

    Der Stiftungsrat des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels hat die deutsche Literatur- und Kulturwissenschaftlerin Aleida Assmann und den deutschen Ägyptologen und Kulturwissenschaftler Jan Assmann zu den diesjährigen Trägern des Friedenspreises gewählt. Das gab Heinrich Riethmüller, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, bei der Eröffnung der Buchtage Berlin 2018 bekannt. Die Verleihung findet zum Abschluss der Frankfurter Buchmesse am Sonntag, 14. Oktober 2018, in der Paulskirche in Frankfurt am Main statt und wird live im Fernsehen übertragen. Der Friedenspreis wird seit 1950 vergeben und ist mit 25.000 Euro dotiert.

    In der Begründung des Stiftungsrats heißt es: »Den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verleiht der Börsenverein im Jahr 2018 an Aleida und Jan Assmann und ehrt damit ein Forscherpaar, das sich in seiner Arbeit seit Jahrzehnten wechselseitig inspiriert und ergänzt. Die Literatur- und Kulturwissenschaftlerin Aleida Assmann greift mit ihren wissenschaftlich fundierten Studien engagiert die immer wieder neu virulenten Themen von Geschichtsvergessenheit und Erinnerungskultur auf. Angesichts einer wachsenden politischen Instrumentalisierung der jüngeren deutschen Geschichte leistet sie in hohem Maße Aufklärung zu Fragen eines kulturellen Gedächtnisses einer Nation. Ihr Werk weist darauf hin, dass ein offener und ehrlicher Umgang mit der Vergangenheit grundlegende Bedingung für ein friedliches Miteinander ist. Der Ägyptologe und Kulturwissenschaftler Jan Assmann hat durch sein umfangreiches wissenschaftliches Werk internationale Debatten um Grundfragen zu den kulturellen und religiösen Konflikten unserer Zeit angestoßen. Mit seinen Schriften zum Zusammenhang von Religion und Gewalt sowie zur Genese von Intoleranz und absolutem Wahrheitsanspruch leistet er einen unverzichtbaren Beitrag zum Verständnis der Friedensbereitschaft und Friedensfähigkeit der Religionen in der Weltgesellschaft von heute. Aus dieser spannungsvollen, komplementären Einheit, die Aleida und Jan Assmann bilden, ist ein zweistimmiges Werk entstanden, das für die zeitgenössischen Debatten und im Besonderen für ein friedliches Zusammenleben auf der Welt von großer Bedeutung ist.«

    Aleida Assmann, geboren am 22. März 1947 in Bethel bei Bielefeld, beschäftigte sich in ihrem wissenschaftlichen Arbeiten neben der Anglistik und Archäologie seit den 1990er Jahren vornehmlich mit der Thematik des kulturellen Gedächtnisses, der Erinnerung und des Vergessens. 1993 folgte sie dem Ruf an den Lehrstuhl für Anglistik und allgemeine Literaturwissenschaft an der Universität Konstanz und nahm in den folgenden Jahrzenten zahlreiche Gastprofessuren weltweit wahr.

    In ihrem 2006 erschienenen Buch Der lange Schatten der Vergangenheit. Erinnerungskultur und Geschichtspolitik untersucht sie die Spannungen zwischen persönlicher Erfahrung und offiziellem Gedenken, gibt Ratschläge für eine angemessene Erinnerungskultur und plädiert dafür, dem Gedächtnis einen ›gemeinsamen Erinnerungsraum‹ zu geben, der sich auch in einem Gedenktag wiederfinden sollte. In ihrem jüngsten, 2017 erschienenen Buch Menschenrechte und Menschenpflichten plädiert sie angesichts der aktuellen Flüchtlingsdebatte für einen neuen Gesellschaftsvertrag, für den die Menschenrechte, Werte wie Empathie und Solidarität sowie ein Kanon von Regeln für ein faires und respektvolles Zusammenleben von Einheimischen und Zugewanderten maßgeblich sind.

    Ihr Ehemann Jan Assmann, geboren am 7. Juli 1938 in Langelsheim (Harz), leistete wissenschaftliche Grundlagenarbeit bei der Erschließung, Edition und Interpretation von Quellen zur ägyptischen Religion. Dabei verlegt er sich früh auf interdisziplinäre Ansätze, indem er philologische Deutungen von Texten in den Zusammenhang mit archäologischen Befunden stellt sowie den kulturellen und sozioökonomischen Hintergrund berücksichtigt. Über die Analyse des Totenkults setzt Jan Assmann sich zudem mit der Frage auseinander, welches Selbstverständnis eine Kultur späteren Generationen von sich vermitteln will.

    Mit seinen ägyptologischen und kulturwissenschaftlichen Arbeiten revidiert Jan Assmann das biblische Bild des Alten Ägyptens von einer versklavten Gesellschaft unter pharaonischer Willkür und porträtiert stattdessen eine Zivilisation, die von Ordnungs- und Gerechtigkeitsvorstellungen geleitet ist. Einem erweiterten Kreis wird Jan Assmann über seine Arbeiten zur Entstehung des Monotheismus bekannt, dessen Anfänge er in dem Auszug der Israeliten aus Ägypten sieht. In dem 2016 erschienenen Buch Totale Religion. Ursprünge und Formen puritanischer Verschärfung schlägt Jan Assmann schließlich einen Bogen zur aktuellen Diskussion über das Gewaltpotential monotheistisch geprägter Gesellschaften.

    Zusammen mit seiner Frau Aleida gründet Jan Assmann 1978 den Arbeitskreis Archäologie der literarischen Kommunikation, in dem beide Vertreter verschiedener Disziplinen und Kultur-Fächer in einen Dialog bringen. Im Rahmen ihrer Arbeit formulieren Aleida und Jan Assmann das Konzept des kulturellen Gedächtnisses, das sie als offiziell institutionalisierte, konstruierte Form kollektiven Erinnerns vorstellen und von den rein subjektiven individuellen Erinnerungen abgrenzen. Sie greifen auch Themen der aktuellen Gegenwart auf wie zum Beispiel die Frage der individuellen und kollektiven Erinnerung an die Shoah, und machen es sich zur Aufgabe, auch die Erforschung von Literatur in diesen weiten kulturwissenschaftlichen Rahmen zu stellen.

    Aleida und Jan Assmann erhielten zahlreiche Auszeichnungen, für ihr gemeinsames Schaffen unter anderem den Balzan-Preis 2017 und den Karl-Jaspers-Preis 2017. Aleida Assmann wurde mit dem A.H.-Heineken-Preis für Geschichte (2014), dem Max-Planck-Forschungspreis: Geschichte und Gedächtnis (2009) und weiteren Ehrungen ausgezeichnet. Jan Assmann wurde für sein Schaffen unter anderem mit dem Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa (2016) und dem Thomas-Mann-Preis (2011) geehrt. Er erhielt 2006 das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse. Aleida und Jan Assmann leben in Konstanz. Das Ehepaar hat fünf Kinder.

  • Lesen, handeln und weiterschicken!
    Wilhelm Reich starb im Gefängnis, weil er zeigte, dass auch sogenannte friedlich genutzte Atomenergie die gesamte Umgebung absterben lässt.
    Siehe auch: Der stumme Frühling von Rachel-Carson

    eigentlich hätten wir allen Grund zu feiern, denn die Botschaft von .ausgestrahlt und über 13.000 Unterzeichner*innen unserer Forderung „Leitung frei für Erneuerbare!“ ist im ganzen Land und bis nach Berlin durchgedrungen. Überall lesen und hören wir:
    „Atomkraftwerke »verstopfen« die Netze für Erneuerbare. Sie behindern die Energiewende und verursachen zusätzliche Kosten. Insbesondere im Netzengpassgebiet, in Norddeutschland, besteht akuter Handlungsbedarf.“
    Auch gestern bei der Expertenanhörung im Umweltausschuss des Bundestages waren die „Netzverstopfer“ in aller Munde. Ganz konkret ging es dort um die fällige Atomgesetznovelle, die derzeit das Gesetzgebungsverfahren durchläuft. Mit einem Verbot der Übertragung von Reststrommengen hätte die Bundesregierung den passenden Hebel, um die Energiewende zu beschleunigen und Netzengpässe abzubauen. Im aktuellen – und wahrscheinlich finalen – Gesetzentwurf bewegt sie diesen Hebel jedoch nicht. Dabei fordert jetzt sogar der Bundesrat per Beschluss, dass ungenutzte Strommengen nicht auf Kraftwerke im Netzausbaugebiet übertragen werden dürfen. Das würde bedeuten, dass die AKW in Brokdorf und Lingen wesentlich früher vom Netz gehen müssten, weil die eigenen Stromkontingente vor dem gesetzlichen Abschalttermin verbraucht wären. Allerdings hat die Aufforderung des Bundesrates eher Symbolcharakter und erlaubt der Bundesregierung, die Sache auf die lange Bank zu schieben und obendrein faule Kompromisse mit den Atomkonzernen auszuhandeln.
    Eine aktuelle Untersuchung in Auftrag von Greenpeace Energy ergibt, dass die Netzengpässe in Norddeutschland allein in 2017 Kosten in Höhe von 200 Millionen Euro verursacht haben. Ein erheblicher Teil der Abregelungskosten ließe sich einsparen, würden die AKW früher wegfallen.
    Der Bundestag muss jetzt handeln! Jetzt, im Rahmen des aktuellen Verfahrens zur Änderung des Atomgesetzes!
    Du möchtest mehr über die aktuelle Entwicklung lesen? Im .ausgestrahlt-Blog beschreibt Jochen Stay die Debatte.
    Du möchtest erst nochmal verstehen, um was es hier genau geht? Dann lies die Fragen und Antworten zu den Netzverstopfern.
    Weitere aktuelle Informationen in diesem Newsletter:
    1. AKW Tihange und Doel: Schluss mit Symbolpolitik!
    Herzliche Grüße
    Angela Wolff
    und das ganze .ausgestrahlt-Team
    1. AKW Tihange und Doel: Schluss mit Symbolpolitik!
    In einem offenen Brief an Bundesumweltministerin Svenja Schulze und die Ministerpräsident*innen von NRW und Rheinland-Pfalz erhebt .ausgestrahlt gemeinsam mit Umweltorganisationen aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden schwere Vorwürfe gegen die deutsche Politik. Denn: Deutschland profitiert über Aktienanteile und Brennelemente-Lieferungen wirtschaftlich vom Betrieb der Risse-Reaktoren in Doel und Tihange. Dafür nehmen Bundes- und Landesregierungen eine schwere Gefahr für die Bevölkerung in Kauf. Den offenen Brief findest Du hier.
    Am vergangenen Wochenende haben mehrere Hundert Menschen in Lingen für den sofortigen Atomausstieg und gegen den Weiterbetrieb der Atomfabriken in Gronau und Lingen demonstriert. Von dort werden auch die Atommeiler in Tihange und Doel mit Brennstäben beliefert.
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    .ausgestrahlt ist eine bundesweite Anti-Atom-Organisation. Wir unterstützen Atomkraftgegner*innen, aus ihrer Haltung öffentlichen Protest zu machen. Mit diesem Newsletter informieren wir über Kampagnen, Aktionen und politische Entwicklungen.
  • Wort-Kunst.
    Christian Morgenstern :


    Palma Kunkel spricht auch. O gewiss.
    Freilich nicht wie Volk der Finsternis.
    Nicht von Worten kollernd wie ein Bronnen,
    niemals nachwärts-, immer vorbesonnen.
    Völlig fremd den hilflos vielen Schällen,
    fragt sie nur in wirklich großen Fällen.
    Fragt den Zwergen niemals, nur den Riesen,
    und auch nicht, wie es ihm gehe, diesen.
    Nicht vom Wetter spricht sie, nicht vom Schneider,
    höchstens von den Grundproblemen beider.
    Und so bleibt sie jung und unverbraucht,
    weil ihr Odem nicht wie Dunst verraucht.



  • Leute, nehmt die Geld-Wäsche von der Leine, die Journalisten kommen? 78,5-Millionen-Euro-Klage bedroht „Süddeutsche“
    Ein Geschäftsmann hat die „Süddeutsche Zeitung“ und ihre beiden #Investigativ-Reporter Markus Balser und Uwe Ritzer auf einen horrenden Schadensersatz geklagt. Das Beispiel scheint Schule zu machen. Nachahmer gibt es bereits.


    #Xing schreibt: Informationsfreiheitsgesetz: Staat gibt 1,88 Millionen Euro aus, um unliebsame Presseanfrage nicht zu beantworten

    #hannover. fotografierte die bauarbeiten zur wunderschönen promenade mit stufen an der martin-neuffer-brücke. werde angeranzt. sage: bin journalist. der anranzer: ich auch. besser nennt man diesen beruf gar nicht mehr.
    auch wenn ich für eine reportage zur verminderung der prostitution in meinem stadtteil aufs presseamt auflaufe, kommt nur noch ein hölzernes gerüst an mindest-#information rüber.ip
  • THEASTER GATES - Black Madonna

    Kurt-Schwitters-Preis der Niedersächsischen Sparkassenstiftung


    Der Träger des Kurt-Schwitters-Preises der Niedersächsischen Sparkassenstiftung 2017, Theaster Gates (geb. 1973 in Chicago, USA), wird im Juni 2018 mit einer Festveranstaltung und einer Ausstellung im Sprengel Museum Hannover (23. Juni bis 9. September 2018) geehrt.

    Gates, der in Deutschland vor allem seit der documenta 13, 2012, bekannt wurde, ist seitdem mit Ausstellungen u. a. in der National Gallery, Washington (2017), und im Kunsthaus Bregenz (2016) sowie auf internationalen Biennalen (Venedig, Istanbul, Whitney) zu sehen gewesen. Zentral für seine Praxis ist die in zahlreichen Projekten begründete Aufwertung der South Side von Chicago, wo er ebenso ein Black Cinema wie eine Töpferwerkstatt, Archive und Gemeinschaftsprojekte verantwortet. Die handwerklich begründete Praxis des gelernten Städteplaners zielt auf kulturelle Gemeinschaften, die durch symbolische wie reale Akte hervorgerufen werden. Die künstlerische Arbeit ist Teil eines weiten Spektrums von Gemeinschaftsarbeit, Performance und Musik.

    Im Sprengel Museum Hannover entwirft er ein Kapitel der Ausstellungsreihe zur Schwarzen Madonna, die im Kunstmuseum Basel und dem Haus der Kunst, München, zu sehen sein wird. Für Black Madonna evoziert Gates die Geschichte der schwarzen Frau, ihre historischen und medialen Kontexte sowie die weitere afro-amerikanische Kultur und Politik. Objekte aus religiösen Ritualen, Statistiken zur schwarzen Bevölkerung der USA und Archivbilder werden ebenso neu zusammengefügt, wie der Klang von Gates experimenteller Musikgruppe ‚The Black Monks of Mississippi‘, die am Abend der Preisverleihung spielen wird.

    Die internationale Jury zur Vergabe des Kurt-Schwitters-Preises begründet die Wahl wie folgt:

    „Theaster Gates` ausgesprochen interdisziplinärer Ansatz, die ungewöhnlichen Arbeitsmaterialien, das Arbeiten und Denken in und mit Räumen, seine performative Praxis und die gesellschaftspolitische Zielrichtung seiner Kunst schreiben den künstlerischen Denkkosmos von Kurt Schwitters auf beeindruckende und zeitgemäße Weise im aktuellen künstlerischen Diskurs fort.”

    Der Kurt-Schwitters-Preis wird in diesem Jahr zum elften Mal vergeben und ist mit 25.000 Euro dotiert. 
     
     

  • Sumpf #hannover. vom haz-chefredakteur wird ob schostok als grundanständiger mensch bezeichnet. dies hat sicher nichts -wie auch bei der schmalstieg-titelseite- damit zu tun, dass die SPD an der zeitung beteiligt ist. andere sagen, er trägt den scheitel rechts, was ebenfalls nichts mit dem "Intriganten-Stadl" (haz) zu tun hat. wie auch immer, fest steht, alkoholiker als untergebene sollte ein verwaltungschef frühzeitiger ausschalten, sage ich. denn die sind wie ein sumpf, in dem man nie weiß, wo was hochblubbert.vor allem, wenn man kulturhauptstadt werden will.ip



  • aus dem journalistischen nähkästchen geplaudert
    eigentlich muss ich weiter putzen. eine alte freundin aus ungarn hat sich angekündigt und
    in der küche sind ameisen.
    aber dies fiel mir grad ein und ich halte es mal stichwortartig fest.
    vor jahr und tag hatte ich als volontärin der hannoverschen presse die idee zu einer serie "junge kneipen" und schrieb sie auch. vor einiger zeit sprach ich das inzwischen alt gewordene ehepaar beckmann drauf an, damals inhaber der erdnusskneipe "finch". der beckmann: "das war doch die serie von böllert, ich hab da noch beim pförtner n sack erdnüsse zum dank abgegeben."
    stimmt, böllert "schenkte" mir sogar die erdnüsse, wie einstein das preisgeld vom nobelpreis seiner verstoßenen mileva. was er allerdings mit der serie zu tun hatte, weiß ich nicht.
    und wo ich nun gerade dabei bin. ich begann das volontariat gleich im feuilleton, was an sich schon ein skandal war, denn jeder volontär musste grundsätzlich erstmal durch die gehirnwäsche und demütigungsmühle des bezirkechefs.
    als dem feuilletonchef die sekretärin ausfiel, fragte er mich, ob ich die post öffnen könne, statt sie selbst zu öffnen. 

    er wollte in der zeit mit einem redakteur und einem volontär (der später leiter des ndr-funkhauses kiel wurde) im großen garten herrenhausen spazieren gehen. 

    Lehnte ab, froh, dieser tätigkeit endlich entronnen zu sein. stattdessen übernahm mitvolontärin helga zepp die aufgabe, war aber einige zeit später spurlos verschwunden, weil von herrn LaRouche in eine politische bewegung entführt (ich wurde noch beauftragt, nach ihr zu suchen).
    der redakteur hielt mir eine standpauke, wie sich volontärinnen zu benehmen hätten. Das erzählte ich einer befreundeten weiteren volontärin, die sehr verwundert darüber war. Sie würde stets zuvorkommend behandelt. Naja, als tochter des Lokalchefs...:::

    NEE; JETZT MUSS ICH aber wirklich weiterputzen.Ordnung lehrt uns zeit gewinnen, textete goethe so nett.
    hier noch schnell ein link zu helga zepp https://de.wikipedia.org/wiki/Helga_Zepp-LaRouche

    (copyright by nochneglossevonip)






  • Vater der entzogenen Kinder darf Gefängnis verlassen - Mutter macht sich große Sorgen: "Ich habe Angst"

    Presse aktuell

    Gerade einmal zwei Wochen, nachdem die beiden Töchter von Katharina Schmidt wieder zu Hause sind, durfte ihr Vater heute das Gefängnis verlassen - obwohl er die Rückkehr seiner Kinder nach Hannover mit allen Mitteln verhindert hatte. Wegen Kindesentzugs saß er deshalb seit mehr als zwei Jahren in Niedersachsen in Haft.

    Der Anwalt des Deutsch-Tunesiers, Michael Hahne, bestätigte gegenüber dem NDR Regionalmagazin Hallo Niedersachsen, dass sein Mandat heute mittag wieder frei gekommen ist. Die Haftprüfung habe ergeben, dass der Haftbefehl für Kais B. vorerst außer Vollzug gesetzt wurde. Der Mann habe das Gefängnis bereits verlassen, müsse sich künftig aber regelmäßig bei der Polizei melden. Nach Ansicht der zuständigen Richterin bestehe nun, da die Kinder wieder in Niedersachsen sind, keine Fluchtgefahr mehr. Zudem sei zu erwarten, dass die Haftstrafe von 11 Monaten, zu der Kais B. am 19. April verurteilt worden war, zur Bewährung ausgesetzt werde, sagte Michael Hahne. Der Sprecher des Gerichts, Jens Buck, sagte, sobald Kais B. sich unangemessen verhalte oder seinen Meldeauflagen nicht nachkomme, könne der Haftbefehl wieder in Kraft gesetzt werden.

    Sein Mandant wolle sich jetzt wieder eine Arbeit suchen und sich an Recht und Gesetz halten, versicherte der Anwalt gegenüber dem NDR. Die Mutter und die Kinder müssten sich keine Sorgen machen. Der Mann - der die Kinder nach der Trennung von Katharina Schmidt nach Tunesien in den Heimatort seiner Eltern entzogen hatte - habe damals in einer "absoluten Ausnahmesituation" gehandelt. Hahne gehe davon aus, dass so etwas nicht wieder passiere. Er schließe auch aus, dass sein Mandant in der nächsten Zeit einfach bei der Mutter vor der Tür stehe.

    Gleichwohl werde er aber versuchen, für seinen Mandanten im Rahmen der familienrechtlichen Möglichkeiten zu erreichen, dass dieser mittelfristig wieder Kontakt zu den Kindern erlange, etwa in Form von begleitetem Umgang. Sein Mandant brauche den Kontakt zu seinen Töchtern.

    Katharina Schmidt ist unterdessen sehr besorgt, wie sie Hallo Niedersachsen mitteilte:
    "Ich habe Angst". In der Vergangenheit habe ihr Ex-Mann sie und die Kinder auch immer wieder verbal bedroht. Sie könne die aktuelle Entscheidung nicht verstehen, denn der Vater habe ja nicht nur kein Entgegenkommen gezeigt bei ihrem jahrelangen Kampf, die Kinder wieder zurückzuholen, sondern er habe die Rückkehr auch "maximal verhindert".

    Katharina Schmidt hatte seit 2015 versucht, ihre Kinder wieder mit nach Hannover zu nehmen - dort wo sie geboren und aufgewachsen sind. Obwohl sie sowohl nach tunesischem als auch nach deutschem Recht das alleinige Sorgerecht hat, waren die tunesischen Behörden nicht in der Lage, dies vor Ort in dem nordafrikanischen Land durchzusetzen. Am Pfingstwochenende hatte die Mutter die Kinder vor der Schule in Kasserine - dem Heimatort von Kais B. - abgeholt, um die Kinder wieder nach Hause zu bringen. Zunächst war sie dann von den tunesischen Behörden festgehalten worden - für die Familie war es ein tagelanger Nervenkrieg mit ungewissem Ausgang. Erst nachdem sich die deutsche Botschaft in Tunis und das Auswärtige Amt eingeschaltet hatten, konnte Katharina Schmidt mit ihren Töchtern nach Deutschland ausreisen.

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